Sexueller Dimorphismus

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Sexueller Dimorphismus umfasst das Auftreten von zwei deutlich verschiedenen Erscheinungsformen des gleichen Merkmals in männlichen und weiblichen Individuen der gleichen Art.[1] Die Unterschiede beziehen sich auf die Erscheinung (z. B. Körpergröße oder Körperbehaarung), Körperfunktionen (z. B. Stoffwechsel oder Immunfunktion) oder das Verhalten, nicht aber auf die Geschlechtsorgane. Derartige Unterschiede werden als sekundäre Geschlechtsmerkmale bezeichnet. Den Schlüssel für einen sexuellen Dimorphismus stellt dabei das Y-Chromosom dar, auf dem der Hoden-determinierende Faktor (testisdeterminingfactor, TDF) in der SRY-Region („Sexbestimmende Region des Y-Chromosoms“) lokalisiert ist.[2]
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Literatur[Bearbeiten]

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  1. Kindler-Röhrborn A, Pfleiderer B. Gendermedizin - Modewort oder Notwendigkeit?: - Die Rolle des Geschlechts in der Medizin. XX 2012; 1(03):146–52.
  2. Sadler TW, Langman J. Medizinische Embryologie: die normale menschliche Entwicklung und ihre Fehlbildungen: Thieme; 2003. Available from: URL: https://books.google.de/books?id=6ioTJJKAQXcC.

Das Auftreten von zwei deutlich verschiedenen Erscheinungsformen des gleichen Merkmals in männlichen und weiblichen Individuen der gleichen Art.