Somatoforme Störungen/Quiz: Unterschied zwischen den Versionen

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{ '''Welche Aussage stimmt?'''
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{ '''Welche der folgenden Aussagen stellt <u>keine</u> mögliche Ursache für stärkeres Somatisierungsverhalten beim weiblichen Geschlecht dar?'''
 
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- Hormone können niemals eine Depression begünstigen.
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- Frauen weisen ein ausgeprägteres Körperbewusstein und eine höhere Vigilanz gegenüber körperlichen Vorgängen auf.
  
+ Ein akuter Abfall gonadaler Hormone (z.B. postpartal) kann die Entwicklung einer depressiven Symptomatik begünstigen.
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- Frauen erkranken deutlich häufiger an Depressionen und/oder Angststörungen.
  
- Ein niedriger Östrogenspiegel kann als ein protektiver Faktor bei Depressionen gewertet werden.
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+ Während der Follikelphase des weiblichen Zykluses kann eine höhere Schmerzsensibilität beobachtet werden.  
  
- Das im Hypothalamus produzierte Somatostatin kann bei Männern eine Depression begünstigen.
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- In experiementellen Untersuchungen zeigen Frauen im Vergleich zu Männern eine niedrigere Wahrnehumungsschwelle und eine geringere Schmerztoleranz bei der Darbietung von Schmerzreizen.
  
  

Version vom 4. September 2017, 12:41 Uhr

Die Fragen im Quiz beziehen sich auf den FACHARTIKEL Somatoforme Störungen.







  

1

Welche Antwort bezüglich der Geschlechterunterschiede in der Prävalenz von somatoformen Störungen stimmt?

Generelle Geschlechterunterschiede in der Prävalenz somatoformer Störungenkönnen nicht beobachtet werden.
Ein Alterseffekt ist besonders bei Frauen festzustellen.
Bei jeder diagnostischen Kategorie somatoformer Störungen kann ein Geschlechtereffekt beobachtet werden.
Bei körperdysmorphen Störungen kann keine eindeutige Geschlechterdifferenz festgestellt werden.

2

Welche der folgenden Aussagen stellt keine mögliche Ursache für stärkeres Somatisierungsverhalten beim weiblichen Geschlecht dar?

Frauen weisen ein ausgeprägteres Körperbewusstein und eine höhere Vigilanz gegenüber körperlichen Vorgängen auf.
Frauen erkranken deutlich häufiger an Depressionen und/oder Angststörungen.
Während der Follikelphase des weiblichen Zykluses kann eine höhere Schmerzsensibilität beobachtet werden.
In experiementellen Untersuchungen zeigen Frauen im Vergleich zu Männern eine niedrigere Wahrnehumungsschwelle und eine geringere Schmerztoleranz bei der Darbietung von Schmerzreizen.

3

Welche Antwort hinsichtlich der Symptome bzw. Verhaltensweisen bei einer Depression stimmt nicht?

Depressive Kernsymptome wie Traurigkeit, Niedergeschlagenheit und Anhedonie werden von Männern und Frauen ungefähr gleich häufig genannt.
Männer reagieren bei einer Depression eher als Frauen aggressiv und risikofreudig und konsumieren häufiger Alkohol und Drogen.
Frauen reagieren eher als Männer mit atypischen Symptomen (z.B. Appetitsteigerung) oder somatische Beschwerden und Schmerz.
Frauen suizidieren sich deutlich häufiger infolge einer Depression als Männer.

4

In welcher der folgenden Lebensphasen ist speziell bei Frauen von einem erhöhten Risiko für eine Depression auszugehen?

Generell im Seniorenalter.
Meistens in der zweiten Schwangerschaft.
Im Grundschulalter.
In der Menopause.

5

Welche der nachfolgenden Antworten ist hinsichtlich der Entwicklung einer Depression falsch?

Im Rahmen der Pubertät könnte der Anstieg von Geschlechtshormone im direkten Zusammenhang mit negativem Affekt bei Jungen stehen.
Doppelblindstudien ergeben erste Hinweise für eine antidepressive Wirkung einer Testosteron-Substitutionstherapie. Das erhöhte Risiko eines Prostatakarzinoms spricht dabei gegen die breite klinische Anwendung.
Bestimmte Untergruppen depressiver Männer leiden unter deutlichem Hypogonadismus.
Depressive Männer weisen im Vergleich zu gesunden Kontrollprobanden höhere Kortisol-, aber niedrigere Testosteronwerte auf.

Die Häufigkeit einer Krankheit oder eines Symptoms in einer definierten Population zu einem bestimmten Zeitpunkt.

Die erste Hälfte des Menstruationszyklus (erster bis c. a. vierzehnter Tag), während der die Follikel im Eierstock heranwachsen und vermehrt Östrogene produzieren, wodurch sich die Gebärmutterschleimhaut wieder aufbaut.

(lat.: deprimere = herunterdrücken) Psychische Erkrankung, die durch die Hauptsymptome gedrückte Stimmung, Verlust an Interessen bzw. an Freude und deutliche Antriebsminderung gekennzeichnet ist.

Starke Reduktion der Fähigkeit zum positiven emotionalen Erleben.