Geschlechterspezifische Kommunikation in der Palliativversorgung

Zusammenfassung Geschlechterspezifischer Kommunikationsstil und Informationsaustausch können das Krankheitsverständnis von Patienten und Patientinnen und damit zusammenhängend den Behandlungsablauf maßgeblich beeinflussen. Beispielsweise erkennen Patientinnen im Vergleich zu Patienten mit einer onkologischen Erkrankung im Endstadium deutlich häufiger, dass ihr Zustand terminal verläuft. Sie können dies zudem besser verbalisieren und sprechen mit Ihrem Arzt/ihrer Ärztin eher über ihre Prognose bzw. Lebenserwartung. Patienten in der gleichen Situation begreifen seltener, dass Heilung nicht mehr Behandlungsziel ist und haben allgemein ein weniger akkurates Krankheitsverständnis. Daher nehmen Patienten eine eher passive Rolle in krankheitsbezogenen Entscheidungsprozessen ein und überlassen Behandlungsentscheidungen häufiger ihrer Ärztin oder ihrem Arzt. Patientinnen beteiligen sich dagegen deutlich öfter aktiv an solchen Entscheidungsprozessen und äußern häufiger den Wunsch, an medizinischen Entscheidungen teilhaben zu können.
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Zuletzt geändert: 2019-11-20 20:48:27